Humusmanufaktur

Auf den Humusaufbau haben wir ein besonderes Augenmerk gelegt. Lebende Erde ist der Grundstein unseres Lebens. 
Wir erproben die kostengünstige Herstellung der sog. "Terra Preta", das schwarze Gold der Inkas.
Terra Preta ist ein Boden, der sich durch seine hohe Fruchtbarkeit auszeichnet. Sie schafft es Nährstoffe und Wasser außergewöhnlich gut zu speichern. Die Erdschicht ist oftmals mehrere Meter tief und gilt damit als äußerst widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen.
Und Terra Preta ist nachhaltig fruchtbar - schließlich ist sie zum Teil schon seit weit über tausend Jahren dem extremen Klima Amazoniens ausgesetzt und "funktioniert" nach wie vor. Für die Bauern am Amazonas sind die Schwarzerden ein Garten Eden, auf dem es sich sorgenfrei leben lässt. Kein Geld muss für Dünger ausgegeben werden, die Böden selbst sind quasi der Dünger und versorgen ihre Besitzer mit reichlich Nahrung.
Das Geheimnis der Terra Preta liegt nicht nur in der Verwendung von Pflanzenkohle, sondern vor allem in einer Gesellschaftsform, die die Bedeutung geschlossener Stoffkreisläufe verinnerlicht hatte. Nur durch gezieltes recykeln täglich anfallenden Reststoffe konnten auf den ursprünglich ärmsten Böden der Tropen Bevölkerungsdichten entstehen, die größer waren als die des heutigen Bangladeshs, Hollands oder auch Japans.
Ob und wie man Terra Preta selbst herstellen kann ist eine vieldiskutierte Frage. Schließlich hat die Wissenschaft noch nicht klären können wie genau Terra Preta entstanden ist. Doch die Natur kann man nicht erklären, in dem man sie auseinander nimmt und ihre kleinsten Teilchen untersucht. Es ist genau so sehr das Gefühl für das Leben mit und in der Natur, unser Gespür.
Terra-Preta ist für uns ein wichtiger Baustein unsere durch die "grüne Revolution" ausgelaugten Böden wieder aufzubauen und die Natur, die durch die Flurbereinigungsmentalität in vielen Gebieten Europas zurückgedrängt wurde, wieder wachsen zu lassen. Wir wollen hier an dieser stelle aber ausdrücklich sagen, dass wir grundsätzlich die Methoden unserer Landwirtschaft überdenken sollten. Es reicht nicht nur, Terra-Preta herzustellen.
Um einen genaueren Blick auf mögliche Lösungsansätze zu bekommen schaut Euch doch einmal den Vortrag von Sepp Braun an, der selber als erfolgreicher Konventioneller Landwirt aus Überzeugung auf Bio umgestiegen ist und nun einige Methoden aus der Permakultur in Anwendung bringt. Vor allem gefällt uns sein gesamtheitlicher Blick auf die Natur.
Link zum Vortrag
Aber nun zurück zum Thema Terra-Preta
Dazu bedarf es Wissen über:
Effektive Mikroorganismen
Aktivkohle
Bokashi
Trocken-Trenn-Toilette
Berkely-Kompost (Heißrotte)
Neu geschaffene Terra Preta (sog. Terra Preta Nova) könnte ein wichtiger Punkt bei der Bewältigung der heutigen Menschheitsproblematik sein. Die Bevölkerung wächst rasant, genau so wie der Welthunger, die Umweltzerstörung und das Aussterben vieler Tierarten. Doch dass müsste nicht sein. Unproduktive Böden könnte durch Schwarze Erde landwirtschaftlich genutzt und der Ertrag der herkömmlichen Fläche gesteigert werden. Biomasse könnte effektiver genutzt und mit Küchenabfällen und Fäkalien zu einem humusreichen Bodenleben beitragen. So ist der natürliche Kreislauf geschlossen. Wir hätten gesunde und reichhaltige Lebensmittel, der Humusgehalt im Boden würde steigen und die Tier- und Pflanzenwelt sich erholen.
Doch um als Spezies Mensch auch in Zukunft eine Lebensgrundlage auf diesem Planeten zu haben müssten sich, unserer Meinung nach unsere gesellschaftliche Grundeinstellung komplett ändern und alt eingefahrene Strukturen neu überdacht werden.
Ist es noch zeitgemäß tierische Erzeugnisse zu essen, obwohl diese weitaus mehr Anbaufläche für Futtermittel benötig? Sind unsere Kläranlagen imstande Mikroplastik und Medikamente aus unseren Abwasser zu filtern? Falls nicht, gibt es andere Methoden oder kann man Plastik durch natürliche Rohstoffe, wie Hanf, Bambus oder Maisstärke, sinnvoll ersetzen? Ist unsere Art zu leben nachhaltig und wenn nicht, warum und was hindert uns daran?
Es ist an der Zeit, nicht auf seinen eigenen Vorteil zu blicken und sich an Statussymbole auszurichten, die wir doch alle nicht mit ins Reich der Toten mitnehmen können. Wir sollten endlich anfangen konkrete Lösungen zu erarbeiten, die manchmal unbequem oder ungewohnt sein können. Auf jeden Fall können wir mit unserem Wissen heute schon eine bessere Welt für alle umsetzen, wir brauchen nur den Mut, dass Bekannte zu verlassen.
Holzvergaserofen sucht neues Zuhause.jpg
 

Effektive Mikroorganismen

Erklärung
Effektive Mikroorganismen (EMs) sind eine Mischung von Mikroorganismen, die auch traditionell in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden und in der Natur überall vorkommen.
EM verhindert Fäulnis und Schimmel und ersetzt es durch positive Fermentation (Sauerkrautprinzip).
Angefangen von Garten über Haushalt, bis Gesundheit und Landwirtschaft kann man es überall einsetzen. Jeder kann aus Melasse und einer EM-Starterkultur die lebendenden Organismen weitervermehren. Da EM wie Sauerkraut funktioniert ist es im saurem Milleu angesiedelt, ein pH-Wert von etwa 3,5 ist daher optimal.
Anleitung
Wir vermehren unsere Effektiven Mikroorganismen seit vielen Jahren. Es mag sein, dass dabei einige Bakterienstämme verloren gehen, jedoch gehen wir davon aus, dass auch andere hinzukommen. Da das EM weiterhin super funktioniert und der pH-Wert von uns regelmäßig kontrolliert wird gehen wir davon aus, dass soweit alles passt.
Hier also unsere Art der Vermehrung:
Benötigtes Material: EM-Kultur, Zehn Liter Kanister, Zuckermelasse, Wasser
800 ml Zuckerrübensirup oder Zuckerrohrmelasse in ein paar Litern warmen Wasser auflösen. Das Zuckerwasser zusammen mit der EM-Kultur in den zehn Liter Kanister geben und mit frischem Wasser auffüllen.
An einem warmen Ort zwischen vier und sechs Wochen stehen lassen. Den Schraubdeckel dabei niemals komplett zudrehen und regelmäßig die entstehende Kohlensäure ablassen.
Die EMs sind fertig, wenn der pH-Wert bei etwa 3,5 liegt, sich keine Kohlensäure mehr bildet oder man es am Geruch erkennt ;)
 
Anwendungsbereiche
Im Haushalt:
  • Als Putzmittel für Arbeitsflächen, Fenster, Böden, WC(&Trockentoilette), usw.
  • Als Lufterfrischer, zur Geruchsverminderung und Schimmelvorbeugung (weniger Staubbildung)
  • Gießwasser, Geschirrspüler, Waschmaschine (leichtes Farbwaschmittel & Weichspüler),
Im Garten:
  • Gießwasser (2 Schnapsgläser auf eine Gießkanne)
  • Kompostbefeuchtung
  • Vorbeugung vor Insektenschädlinge, zb. Kartoffelkäferlarven & Pilzen / Spühen 1x Mon.
  • Teichbehandlung (Algen, Selbstreinigungskraft, Wasserqualität)

Weitere Einsatzbereiche:
  • Kleinkläranlagen
  • Swimmingpools

Aktivkohle

Erklärung
Aktivkohle ist pyrolytisch verkohltes Material, in der Regel Grünschnitt oder Holz. Dieses wird in traditionellen Kohlemeilern, aber auch in modernen Pyrolyseanlagen oder im Pyrolyseöfen und KonTikis hergestellt. Das Material wird dabei nicht verbrannt, sondern unter geringer Sauerstoffzufuhr verkohlt. Dabei tritt ausschließlich das Holzgas Legnin aus.
Nachdem das Gas aus dem Holz entwichen ist wird das Material abgelöscht. Durch das Löschen springt die Kohle weiter auf und ist so noch offener. So kann sie eine große Menge an Wasser und Nährstoffen speichern und diese nach und nach an die Pflanzen in Ihrer Umgebung abgeben.
Außerdem ist Pflanzenkohle natürlich auch an Kohlenstoff und bindet somit CO2 direkt in der Erde.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Medizinische Aktivkohle noch mehrere andere Schritte durchläuft. Da wir unsere Kohle aber nur für den Boden nutzen wollen fallen diese Schritte weg und es ist auch eine Aktivkohle, die aber nicht unbedingt als Arznei etc. genutzt werden kann.
Zudem muss Pflanzenkohle vor der Anwendung im Boden aufgeladen werden. Dafür wird die Pflanzenkohle mit Nährstoffen vermischt, sodass sich die Poren mit Nährstoffen (vor allem Stickstoff) füllen können. 
Würde unbeladene Pflanzenkohle in den Boden eingebracht, würde diese zunächst die Nährstoffe aus dem Boden binden, und die Pflanzen werden unterversorgt. Daher darf ausschließlich mit Nährstoffen beladene, saubere Pflanzenkohle in den Boden eingebracht werden. Kohle ist nicht gleich Kohle, auch wenn sie auf den ersten Blick gleich aussieht.
Rasterelektronische Mikroskopaufnahme von Pflanzenkohle aus Buchenholz. Die poröse Struktur ist gut zu erkennen. Foto: D. Kray
Die große Porosität erklärt einige der positiven Eigenschaften der Pflanzenkohle:
• Wasserspeicherung
• Nährstoffspeicherung
• Adsorption und Immobilisierung von Schadstoffen
• Lockerung und Belüftung des Bodens
• Habitat für Mikroorganismen
Anleitung
Es gibt unterschiedliche Methoden zur Herstellung von Pflanzenkohle bzw. Aktivkohle. Unsere Kohle erzeugen wir im Holzvergaserofen oder im Erd-KonTik aber auch in einer einfachen Feuerschale kann man super Pflanzenkohle herstellen.
Kohle im Holzvergaserofen herstellen:
Kohle im Erd-KonTiki herstellen:
Kohle weiterverarbeiten:
 
Anwendungsbereiche
  • In der Trockentoilette (Einstreu)
  • Im Bokashi-Eimer
  • Im Berkeley Kompost
  • Im aktiven Zustand direkt im Beet

Bokashi

Bokashi ist japanisch und bedeutet „fermentiertes organisches Material“. Es ist ein hochwertiger Dünger, mindestens so wertvoll wie reifer Kompost, aber weniger arbeitsintensiv.
Das organische Material wird möglichst frisch mit EM/EMa geimpft, anschließend in einem Behälter oder Sack gegeben und  luftdicht verschlossen. Durch den einsetzenden Fermentationsprozess erfolgt die Umwandlung. Fast alle Nährstoffe bleiben dabei erhalten. Sie werden  durch  die  milchsaure  Vergärung  sogar  noch aufgewertet (Sauerkraut enthält mehr Vitalstoffe als Weißkohl).  Die Dauer der Umwandlung hängt von der Zusammensetzung des Ausgangsmaterials und der Temperatur ab. Zeiten zwischen 3 und 8 Wochen sind die Regel.
 
Was die Zusammensetzung angeht, kommt es darauf an, dass die Abfallmenge ein bestimmtes C:N Verhältnis hat
Anleitung
Um erste Erfahrungen zu sammeln eignet sich die Herstellung von Bokashi aus Küchenabfällen. Dazu reicht ein luftdicht verschließbarer Eimer.
 
Die Vorgehensweise ist wie folgt:
Die Abfälle so frisch wie möglich in den Eimer zu geben, bevor Zersetzung durch Fäulnis entsteht. Die Abfälle  zerkleinern, denn größere Stücke brauchen für die Umsetzung länger und anschließend mit Effektiven Mikroorganismen einsprühen.
Mit einem leeren Glas oder Stampfer die Abfallmenge in dem Eimer zusammendrücken, damit sauerstofffreie Verhältnisse gewährleistet sind.
 
Dann den Eimer mit dem Deckel verschließen und an einen Platz stellen, an dem nicht zu starke Temperaturschwankungen bestehen ( z.B. Garage ) Am besten läuft der Umwandlungsprozess zwischen 25 und 30 °C ab. Unter diesen Bedingungen ist das Bokashi nach 2 bis 3 Wochen fertig.
Durch das Hähnchen entnimmt man täglich den anfallenden Sickersaft. Er ist ein hochwertiger Flüssigdünger und sollte am gleichen Tag verbraucht werden. In einer Verdünnung von 1:100 können damit Haus- und Gartenpflanzen versorgt werden. In purer Form kann er als Abflussreiniger genutzt werden.
Das Nachlassen der Ausscheidung von Flüssigkeit deutet das Ende des Fermentationsprozesses an. Die Bokashierung ist gelungen, wenn der Inhalt angenehm säuerlich riecht und der pH-Wert unter 4 liegt. Pilzfäden sind ein Hinweis für gute Umsetzung. Wenn es nach Fäulnis riecht, ist Sauerstoff dazugekommen. In diesem Fall braucht man den Inhalt aber nicht entsorgen, sondern einfach auf den Kompost zu geben und ein wenig aufzulocken.
 
Anwendungsbereiche
  • Zuhause
  • Wohngemeinschaften
  • Großküchen / Kantinen
  • Restaurants

Trocken-Trenn-Toilette

Wie der Name schon sagt werden bei der Trocken-Trenn-Toilette Urin und Fäzes getrennt gesammelt und kein Spülwasser benutzt. Mit diesem System kann man aus seinen eigenen "Abfällen" Terra Preta herstellen.
In einem luftdicht verschließbaren Eimer werden die Feststoffe gesammelt. Nach jedem Toilettengang werden die Fäzes mit Effektiven Mikroorganismen eingesprüht, mit Einstreu bedeckt und nochmals mit Mikroorganismen besprüht. Wer alternativ dazu keine Lust hat zu sprühen, der kann sich auch ein spezielles Toiletteneinstreu selber machen. So werden die Feststoffe im Eimer fermentiert und somit stofflich umgesetzt.Das Einstreu besteht aus einer Mischung aus Pflanzenkohle, Urgesteinsmehl und Effektiven Mikroorganismen.
Der Fermentatinsprozess kann je nach Material und Temperatur ca. vier Wochen dauern, weshalb ein oder mehrere Wechseleimer sinnvoll sind. Sicherheitshalber landet bei uns der Eimerinhalt nochmals auf den Berkeley Kompost und wird bei Temperaturen über 60° Grad erhitzt. 
Nach diesem Prozess sollten keinerlei Viren, Bakterien oder Giftstoffe mehr vorhanden sein.
Für den Urin gibt es je nach Modell der Toilette direkt im Sitzbereich eine Aussparung mit Behälter oder man nutzt einen separaten Auffangbehälter. So können auch Frauen bequem ihren Urin sammeln. Frischer Urin ist sehr hygienisch und wird zum Beispiels bei der Eigenurin-Therapie eingesetzt. Erst mit der Zeit wird Urin umgesetzt und fängt an zu riechen. Indem man auch den Urin separat fermentiert hält man diesen Prozess auf bzw. schränkt ihn ein. Dafür gibt man in den Behälter etwa 2% Zucker in Form von Zuckerrübensirup oder Rohrzuckermelasse (bei einem Liter Volumen also ca. 20 ml Zucker).
Verwendung findet der Urin beispielsweise 1:10 / 1:20 mit Wasser als Dünger im Garten oder im Kompost.
Die Trennung ist wichtig, da sonst unangenehme Gerüche durch die Entstehung von Ammoniak bilden. Im Idealfall riecht die Toilette nicht oder beispielsweise nach Erdboden (je nach Einstreu). 
Unsere Trockentoiletten sind alle selbst gebaut, aber natürlich kann man auch Toiletten käuflich erwerben.
Anleitung

Der Berkeley Kompost (Heißrotte)

Die Art der heißen Kompostierung, die uns am besten bekannt ist, ist die sog. Berkeley-Methode. Es gibt eine Reihe von Vorteile gegenüber der kalten Kompostierung:
  • es ist viel schneller als die kalte Kompostierung, so dass man den Kompost sofort verwenden kann
  • durch die hohen Temperaturen, die durch die Zersetzung entstehen, werden eventuell vorhandene unerwünschte Samen (zb. von Gräsern oder Beikröutern) abgetötet
  • Die Heißrotte hat zudem noch weitere Funktionen, z. B gibt sie in einem Gewächshaus aufgeschichtet die Wärme an die Pflanzen ab oder man kann ein Schlauchsystem integrieren und Warmwasser erzeugen
Es gibt aber auch einige Dinge, die man bei der Heißrotte beachten muss. Das Ausgangsmaterial muss beispielsweise für einen etwa 1 x 1 x 1 Meter großen Kompost gesammelt werden.
Die Idee beim heißen Kompost ist, dass genügend kohlenstoff-/stickstoffhaltiges Material gesammelt und geschichtet werden. Durch Drehen und Lüften wird der Kompost in der ersten Phase der Umsetzung gehalten. Bei den drei Phasen der Kompostierung handelt es sich um die Mikroorganismenphase, die Pilzphase und die Kleintierphase.
Bei der ersten Phase tritt die Zersetzung durch die Anwesenheit von aeroben Bakterien auf, welche die schnellsten Faulkörper organischer Substanzen sind. Sie benötigen eine erhebliche Menge an Sauerstoff um zu überleben, weshalb heißer Kompost zum Belüften gewendet und gedreht wird.
Die Organismen benötigen dann zwischen 18 und max. 30 Tage um fertigen Kompost herzustellen.
Anleitung
  1. Wie bereits erwähnt muss de Kompsthaufen mindestens 1 x 1 x 1 Meter groß sein. Um den Kompost drehen und wenden zu können braucht man daneben noch einmal den gleichen Platz.
    Außerdem benötigt man genügend Ausgangsmaterial im richtigen Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff (20C:1N) und viel Wasser! 
     
  2. Schichte das Material zu einem Haufen zusammen. Mixe dabei ruhig ohne Muster übereinander. Wir verwenden unseren Bokashi, die Trockentoilette, Pferdemist, Urgesteinsmehl, Pflanzenkohle, Gartenreste, usw. Die Form des Komposts soll eher würfelformig sein.
    Alle paar Schichten muss der Kompost ordenlicht gewässert werden. Der Haufen wird anfänglich sehr viel Wasser aufsaugen.
     
  3. Sobald der Stapel groß genug ist wird mit einem Stab oder Ast ein Loch in die Mitte "gedreht". So sorgt man für ausreichend Belüftung und Sauerstoff für die Organismen. Der Haufen wird zum Schluss noch mit Heu oder einer Plane abgedeckt und ruhen gelassen.
    TIPP: Notiere dir den Tag im Kalender!
     
  4. Je nach Ausgangsmaterial und Temperatur wartet man 3-4 Tage. Ob der Haufen schon soweit ist lässt sich einfach prüfen. Stecke deine Hand von oben in den Haufen und kontrolliere die Hitzeentwicklung. Ist es warm/heiß kann begonnen werden.
    Beim Wenden sollte darauf geachtet werden, dass das heiße Material nach außen und das äußere Material in die Mitte geschichtet wird. So wird der Haufen auch wieder gut belüftet.
    Beim Wenden sollte man nun Dampf erkennen können.
    Außerdem sollte alle paar Schichten wieder ausreichend Wasser hinzugeführt werden. Je längerer der Kompost reift, umso weniger Wasser braucht er. Am Ende ist die Erde wie feucht wie frischer Waldboden.
    Nun wieder ein Loch reinmachen und gut abdecken.
     
  5. Dieses Wenden wird nun alle zwei Tage für zehn bis vierzehn Tage wiederholt.
    Ungefähr am sechsten Tag sollte die Temperatur bei etwa 60° Grad angekommen sein.
     
  6. Nach 18 bis 30 Tagen besteht der Kompost idealerweise aus reicher, dunkelbrauner Erde, wobei aller Materialien vollständig abgebaut sind. Er ist nun gebrauchsfertig.
    Wie bei jedem frischen Kompost kann es sein, dass die Erde sich nicht unbedingt für die Pflanzenanzucht dient, da sie zu reichhaltig ist.
 

September 4, 2018

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