Verursache keinen unnötigen Müll!

Seid herzlich gegrüßt :) Wir sind derzeit wetterbedingt oft in der Werkstatt und erschaffen viele tolle Dinge, die ihr unter anderem auch auf unserer Website findet ;) Heute will ich euch mal ein wenig darüber erzählen, warum es wirklich sinnvoll ist, nicht mehr Müll zu verursachen als nötig. Und natürlich was ihr selbst tun könnt!


Ich glaube jeder, der das hier liest weiß, dass täglich mehr Tonnen an Müll produziert werden, als es Menschen auf der Welt gibt. Welche Gefahren sich daraus ergeben, kann echt überwältigend sein, wenn man den Mut hat wirklich hinzuschauen. Wir sägen sprichwörtlich an dem Ast, auf dem wir sitzen..

Nach Atommüll ist Plastikmüll natürlich eine der größten Übeltäter, was unsere Umwelt betrifft. Er schadet Tier, Pflanze und auch uns Menschen selbst. Im Wald zum Beispiel klaut der Plastikmüll, sowie eigentlich Müll jeglicher Art, jungen Pflanzen das überlebenswichtige Sonnenlicht. Auch durch die Zersetzung des Mülls gelangen Stoffe in den Umlauf die in der Natur nix zu suchen haben.



Ihr kennt sicher einige Bilder was Plastikmüll im Meer anrichtet. Fürchterlich, was da mit den marinen Lebewesen und Vögeln geschieht. Die Zahlen des NABU sagen, dass jährlich bis zu 135.000 Meeressäuger und eine Millionen! Vögel durch Plastikmüll draufgehen. Und die Überlebenden leiden sehr.

Aber nicht nur das Pflanzen- und Tierreich ist in Gefahr. Es betrifft die Verusacher auch

selbst.


Durch z.B. Mikroplastik, welches bei Fleischessern über die Nahrungskette und bei Pflanzenesser beispielsweise über das Trinkwasser , wenn auch in geringen Mengen. Im Körper hat es trotzdem nichts zu suchen. Außerdem zieht Mikroplastik nahezu magnetisch Stoffe wie das Insektizid DDT an, welches dann die Henkersmahlzeit für Filtrierer a' la Koralle oder Muschel sein kann.


Dies alles sind nur wenige Beispiele und doch reichen sie für mich schon völlig aus. Schrecklich!


Natürlich macht es für mich keinen Sinn sich jetzt wahnsinnig zu stressen und sich akribisch zu geißeln keinen Müll zu produzieren. Mir selbst fehlt auch öfter mal das Bewusstsein dafür, es ist wohl eine Übungssache. Dennoch ist es ein Lernprozess, der durchaus auch Spaß machen kann. Mit kleinsten Veränderungen geht die Reise los, denn für den Einzelnen beginnt Umweltschutz zuhause!


Was können wir also selbst tun?


Als allererstes fällt mir da ein, den Müll nicht in die Gegend zu werfen. Ergibt durchaus Sinn, aber man sieht es leider viel zu oft.. Ob im Wald, in Straßengräben, Städten, Flüssen. Der Kreativität sind da leider keine Grenzen gesetzt.

Eine weitere praktisch leicht umzusetzende Möglichkeit ist der Verzicht auf die Plastikbeutel beim Einkaufen. Stoffbeutel oder einen Rucksack einzupacken, wenn man weiß, dass man einkaufen geht ist nun wirklich kein Hexenwerk.



Wer seinen Müll wirklich richtig trennt, tut etwas Gutes. Denn können die Stoffe ohne großen Mehraufwand recycelt werden, wird dies auch getan. Muss aber erst wahnsinnig sortiert werden, geschieht dies wahrscheinlich eben nicht.

Auch sinnvoll finde ich zu teilen! Werkzeug, dass nicht oft gebraucht wird, kann man sich zum Beispiel ausleihen oder mieten. Genauso wie Lebensmittel. Man kann sich zusammen tun.

Das Internet ist voll von praktischen Tipps wie diesen. Wenn es einem wichtig ist sich da zu engagieren, wird man in jedem Fall fündig :)


Re- und Upcycling



Upcycling bedeutet aus alten Produkten, neue, höherwertige Produkte zu erschaffen, anstatt wie beim Recycling die Produkte in ihre Bestandteile zu zerlegen. Das ist in der Regel auch wesentlich energie-effizienter. Wir bei uns in der Werkstatt und auch im Permakulturgarten sind fleißig am Upcyclen, wo immer es möglich ist.




Und ich muss sagen, das ist wirklich eine tolle Sache! Ich hatte damit vor meinem Freiwilligendienst keine Berührungspunkte, zumindest nicht bewusst. Es ist schön wie durch ein neues Umfeld auch das eigene Bewusstsein erweitert wird. Zum Beispiel verwenden wir für unsere Holvergaseröfen in der Regel aus alten Konserven, Pfannen und Farbeimern. Unsere Sensen bauen wir aus zwar noch lebendigem Holz, welches aber zum Beispiel auf Wanderwege ragt und eine Gefahr für die Umgebung darstellen könnte. So schlagen wir sogar zwei Fliegen mit einer Klappe und haben Spaß dabei.






Essensreste?


Wer kennt es nicht, die Kids haben den Teller nicht abgegessen und man selbst ist auch schon satt. Ab in die Tonne damit, oder die Suppe ins Klo. Das muss nicht sein! Es gibt da etwas, das nennt sich Bokaschi. In einem Bokaschi-Eimer können nahezu alle Lebensmittel, alles was mal gelebt hat sozusagen, fermentiert werden. Nach etwa zwei bis vier Wochen, je nach Umgebungstemperatur, ist der fertig fermentierte Abfall geeignet für den Kompost, im Herbst direkt ins Beet eingebracht werden oder auch an Obstbäumen. Damit tut ihr wirklich etwas gutes. Denn die ganzen Nährstoffe die sonst in der Tonne landen, führt ihr so dem Kreislauf wieder zu. Hier ist noch ein kleines Video dazu, für die die Interesse daran haben! https://www.youtube.com/watch?v=R5ZseA-60hA&t=262s

Für Gemüsereste, außer Zwiebeln zum Beispiel eignet sich auch wunderbar ein Wurmhotel :)


Eine weitere Möglichkeit ist zum Beispiel das Grün von Karotten, Beeten usw. in Suppen, Cremes oder Smoothies zu verwerten. Auch Brühe kann man wunderbar selber machen. Dazu die Gemüsereste zusammen mit Kräutern, Pfeffer und Salz je nach Geschmack eine Stunde köcheln lassen, das Kochwasser durch ein feines Sieb oder Küchenhandtuch gießen und tadaa fertig ist sie. In saubere Schraubgläser abgefüllt und dunkel gelagert hält sich die Brühe dann ein paar Wochen. Natürlich kann man auch wunderbar Pesto selber machen. Den Möglichkeiten sind da kaum Grenzen gesetzt. Orangen und Zitronenschalen kann man wunderbar auf dem Ofen trocknen und sie als Duftschalen verwenden. Auch die meisten Kerne sind essbar und nicht unbedingt giftig. Zumindest in kleinen Mengen absolut in Ordnung, sie enthalten Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.


Das waren nur einige wenige Beispiele. Ich hoffe ich konnte euch damit ein wenig dazu ermuntern, dass eigene Verhalten in dem Bereich mal zu reflektieren. Freuen würde es mich jedenfalls :)