Unser Gewächshaus - Die Anzucht hat begonnen! :)

Seid gegrüßt liebe Lesende, wie versprochen bekommt ihr nun den zweiten und letzten Beitrag zum Gewächshausbau zu lesen. Wenn ihr den ersten Teil verpasst habt, könnt ihr ihn euch hier gönnen.


Der Frühling ist in vollem Gange und unsere Erde ist mitsamt seinen Bewohner wieder aktiver geworden. Fast jeder wird mir nachempfinden können, dass die wärmenden Sonnenstrahlen Balsam für die Seele sind. Zugegeben selbst die wenigen Sonnenstrahlen im Winter hebten die Stimmung schon sehr, aber spätestens jetzt wird's Zeit für Frühlingsgefühle. Ostern steht vor der Tür, die Welt wird immer bunter und ich sage euch,sowohl Morgen- als auch Abendrot sind ein Gedicht.

Wo man hinsieht kann man erkennen, die frühen Pflanzen schmücken sich in allen möglichen Farben und zahlreiche Insekten laden zu achtsamen Momenten, zum Beobachten und Staunen ein. In Kombo mit dem Vogelgezwitscher, soll ich noch mehr sagen? ;) Ich lade euch an der Stelle dazu ein(wer's nicht schon von alleine macht), den Fokus von persönlichen und dem immerwährenden Weltschmerz, wenn auch nur ein Stück weit zu verlagern! Lasst uns die Geschenke, die uns jeden Tag begegnen mit Dankbarkeit und Wertschätzung begrüßen! So und nun genug geschwärmt, wo waren wir..



Ach ja, unser Gewächshaus


Nach viel Schnee und unzähligen frostbedingten Unterbrechungen (die wir natürlich sinnvoll genutzt haben), ging es im März dann endlich los mit dem Mauern.

Der Daniel im Hintergrund befreit die die Steine von alten Mörtel und Kalkresten, was eine meditative Arbeit, hehe. Da ich Garten- und Landschaftsbauer gelernt habe, dachte ich mir das wird ein Klacks. Nun ja.. Ich hatte den Mund etwas zu voll genommen und mich ziemlich selbst überschätzt, war doch etwas sehr aus der Übung geraten die letzen Jahre. Fühlte sich erstmal nicht so toll an, Überforderung, Selbstzweifel und ungewohnte Arbeitspositionen :D Aber gemeinsam haben wir das Ding dann doch echt gut gerockt, so gut wie möglich und nötig.

Durch Kommunikation! -> #Perfektionismus_überwunden..

Mit etwas Übung, ging es dann doch auch recht zügig voran. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denke ich und die Mauer erfüllt ihren Zweck.


Zwischendurch hat uns der Frost nochmal überrascht und wir entschieden uns schonmal den Wühlmausschutz durchzupflastern. Die Steine bekamen wir durch eine freundliche Spende aus dem Nachbarort und es war für mich gefühlt ein sehr schöner Kontrast zum Mauern. Hat mir viel Freude bereitet und war irgendwie viel zu schnell erledigt :D

Eine Woche, ca. 1500 Steine und 25 Sack Mörtel später hatten wir unser Werk vollbracht und haben es uns schmecken lassen :)

Anschließend ging's dann weiter mit dem aufregendsten Teil. War für uns alle Neuland, zu unserem Glück war eine Anleitung beigelegt.. Größtenteils mit kyrillischen Buchstaben, war auf jeden Fall spannend und hat für einige Lacher gesorgt :D

Zuerst fingen wir an, wie sollte es auch anders gehen mit dem Metallgerüst. Für den Preis hätten wir solch eine stabile Konstruktion nicht erwartet. Massive Stahlstreben in doppelter Ausführung. An den inneren Bögen kann man so gut noch Dinge aufhängen oder die Tomaten anbinden, sehr praktisch.


Auf dem Foto könnt ihr noch ein Hochbeet erkennen, aber dazu später mehr. Der Aufbau war tatsächlich ziemlich easy, wenn man die Anleitung erstmal entziffert hat. Es passte perfekt auf unsere Mauer, was uns sehr gefreut hat. Wir hatten die Maße zwar schon vorher aus dem Internet, aber ihr kennt es sicher selbst..

Wenn's passt, is geil!





Der Aufbau des Gerüsts ging auch recht schnell von statten. Insgesamt haben wir dafür etwa einen Tag gebraucht. Der nächste Step war die Montage der Doppelstabmatten. Wir hatten uns für 10 mm anstatt 6 mm starke Platten entschieden, da die Dämmwirkung mit zunehmender Dicke steigt. Die Montage war etwas knifflig und hat einiges mehr an Zeit in Anspruch genommen. Wir fingen mit der Frontseite an, schnitten zuerst die Bögen und anschließend die Türen und Fenster zu. Nachdem wir die Platten dann montiert hatten widmeten wir uns der Dachfläche. Ein aufregender Akt war das, man glaubt gar nicht wie flexibel diese Platten sein können, bis man es mal erlebt hat.


Nach zwei Tagen war auch das geschafft, lediglich das Ausschneiden der Dachfenster und die Montage der selbstöffnenden Fensterheber war vor dem Befüllen noch zu erledigen. Die Heber funktionieren übrigens einwandfrei! Ein schönes System, wenn auch die mitgelieferten Teile eher zugekauft schienen, da sie nicht so wie vorgesehen montierbar waren.




Achtung.. Fertig.. Los! War unser Kommando und wir fuhren, fuhren und fuhren mit der Schubkarre. Den guten Mutterboden den wir damals im Oktober zu Beginn dieses Projektes ausgehoben haben, wieder rein ins fertige Gewächshaus. Den Haufen hatten wir über den Winter mit Laub abgedeckt um der Erosion entgegen zuwirken, was gut funktionierte und einiges vom Laub ist über die Zeit selbst zu Erde geworden. Und so sieht Unser Gewächshaus heute aus:



Die Anzucht ist bereits in vollem Gange und dieses Jahr zum ersten mal werden die Kartoffeln auch schön vorgekeimt. Wir sind gespannt, was bei raus kommt und freuen uns sehr das es dann doch noch geklappt hat mit der Anzucht! Zugegeben ein paar Schönheitskorrekturen und einige Schubkarren mit gesiebter Erde für das Finish fehlen noch, sagen wir mal zu 98 % ist das Projekt beendet. Das Belüftungssystem, welches im ersten Teil erwähnt wurde, fuktioniert auch wunderbar. Man kann den Luftstrom wunderbar fühlen, aber dazu wird es sicher ein Video geben, welches ihr euch auf unserem Youtubekanal anschauen könnt. Mit den restlichen Steinen die über waren haben wir dann noch ein Hochbeet dirket am Gewächshaus angelegt und mit einem Laub-Erdegemisch befülllt, dass beim Sieben abgefallen ist.

Nun sind wir am Ende dieses Beitrages angekommen, bei Fragen wendet euch gerne an uns. Die kontaktdaten findet ihr auf www.die-waldgeister.de . Wir, die Waldgeister wünschen euch allen ein frohes Osterfest!