PK Prinzip: Fahre eine Ernte ein

03/10/2019

 

Permakultur-Prinzip: Fahre eine Ernte ein

 

Heute zeigen wir euch wie wir Apfelsaft pressen. Denn durch die Mischung von verschiedenen Gemüsesorten, Heckengewächsen und Baumarten kann man in der Permakultur jedes Jahr eine Ernte einfahren. Auch wenn das Gartenjahr 2019 auf wie im Vorjahr eher hart und trocken war. 

Auch macht es wenig Sinn sein Augenmerk auf den Aufbau eines Waldes zu legen, denn dieser erwirtschaftet voraussichtlich erst für die eigenen Kinder oder Enkelkinder einen Ertrag. Da wir selbst aber auch etwas zu essen brauchen macht dieser Schwerpunkt alleine wenig sinn.

 

Aus menschlicher Sicht fördert ein sofortiger Ertrag, ein Gewinn oder ein Einkommen die nötige Motivation aller Beteiligen in unserem Verein. Zu unserem Apfelsaft-Aktionen kommen Menschen aus dem ganzen Dorf mit eigenen Äpfeln und leeren Flaschen und noch Wochen später bekommen wir Rückmeldung wie wohlschmeckend der eigene Saft doch ist. Diese Freude über den eigenen Erfolg sorgt dafür, dass sich diese Systeme durchsetzen. 

 

Aus diesen Gemeinschaftsaktionen schöpfen wir auch unsere Kraft und unsere Freunde kommen dann auch mal gerne, um einen Baum für Ihre eigenen Kinder zu pflanzen oder unseren jetzigen Altbaum zu pflegen und zu hegen. 

 

 

 

Unsere Obstmühle für eine saftige Apfelmaische

 

Zum Saft pressen verwenden wir eine Obstmühle, in die ganze Äpfel passen. Die Äpfel werden ins Mahlwerk geleitet und dort durch Messer zerkleinert. Unten heraus kommt dann fein gehackte Apfelmaische. Je feiner die Apfelmaische ist umso mehr Saft kann man aus ihr gewinnen. Hierzu später aber noch nähere Details. 

 

Die elektrische Obstmühle ist gegenüber einer handbetrieben Mühle eine enorme Arbeitserleichterung. Gerade bei Äpfel sollte bei einer nicht-elektronischen Presse eine Person mit ausreichend Ausdauer und Kraft die Arbeit übernehmen. Unsere elektronische Obstmühle schafft hingegen mühelos und geräuscharm bis zu 1.000 Kilo Äpfel in der Stunde!

 

Allerdings beläuft sich der Preis für ein solches Gerät auf über 500 Euro und lohnt sich daher nicht für einzelnen Privatpersonen.

 

 

 

 

 

Eine Hydropresse für schnelles und effizientes Pressen

 

 

Die Maische wird dann in unsere Hydropresse geschüttet. Eine Hydropresse funktioniert ohne Strom, dafür aber mit dem Wasserdruck, der in jeder Wasserleitung vorhanden ist. 

In der Mitte des Siebes befindet sich eine aufblasbare Gummiwurst, die nach dem druckdichten verschließen mit dem Deckel mittels Wasserdruck aufgeblasen wird. Das Sieb hat an den Seiten kleine Löcher, durch die der frische Saft mit ca. 3 bar gepresst wird. 

 

 

Jedoch laufen schon beim Befüllen mit der feinen Maische und dem leichten Anpressen per Hand schon eine Menge Apfelsaft aus der Maische. Das Einfüllvolumen des Behälters liegt bei 40 Liter Maische. 

 

Aus diesen 40 Litern maische kann mittels dieser Presse rund 30 Liter Apfelsaft gekeltert werden. Wir finden, dass ist eine ordentliche Ausbeute!

 

Vergleichen wir das Ergebnis wieder mit unserer handbetriebenen Saftpresse aus dem letzten Jahr können wir einfach nur jubeln. Es geht nicht nur schneller, einfacher und sauberer, sondern hat euch einen deutlich höheren Ertrag!

 

 

 

Nach dem Saftpressen ist die Maische hart und relativ trocken. Zusammen mit dem Sieb kann alles in einen großen Bottich gestellt werden und die Maische aus dem Netz gelöst werden.

 

 

Die nun trockene Maische wird auf unsere Felder als Mulchmaterial gebracht und mit Stroh und Heu abgedeckt.

So können Würmer und andere Kleinstorganismen Futter von der Erdoberfläche aufnehmen, verdauen und als hervorragenden Humus wieder dem Boden zurückgeben.

 

 

Auch das Reinigen der Geräte ist dank des Aufbaus kinderleicht und kann mittels der Wasserleitung und einem Sprühkopf in nur wenigen Minuten erledigt werden. Hier kann man auch noch einmal den aufblasbaren Gummisack erkennen. 

 

 

 

 

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

 

Den eigenen Saft zu trinken ist ein großer Genuss für Körper und Seele. Man weiß genau, dass dem Saft weder Zucker noch andere fragwürdige Inhaltsstoffe beigefügt wurden. Durch das Erhitzen und Abfüllen in Glasflaschen spart man sich eine Menge Plastik. 

Durch einige Gemeinschaftsaktionen können viele Bäume geerntet und Äpfel verarbeitet werden. Wir haben innerhalb von drei Tagen rund 400 Liter Saft gepresst und diesen an verschiedene Vereinsmitglieder, Freunde und Kindergartenkinder verteil. 

Insgesamt ist eine solche Aktion sinnvoll und bereitet Freude und Genuss! Will man jedoch wenig Arbeit und schnelle erfolge muss man dafür auch tief in die Tasche greifen, weshalb diese Geräte nur für Gemeinschaften geeignet sind.

 

 

Für Einzelpersonen oder eine hohe Anzahl an Apfelbäumen empfehlen wir die Äpfel, die nicht selbst verarbeitet werden können zu regionalen Keltereien zu bringen. Dort bekommt man in der Regel Gutscheine für das Getränkesortiment, was auch eine Art Ertrag darstellt. 

Regionale Keltereien sind darauf angewiesen, dass die Besitzer von Streuobstwiesen ihre Äpfel dort abliefern. Tun sie es nicht sterben regionale Erzeuger und wir landen bei billigem Apfelsaft mit fragwürdiger Herkunft in Plastikflaschen oder Tetrapack.

 

 

 

Wir hoffen, wir konnten Euch mit diesem Video ein klein wenig inspirieren.

 

Viele liebe Grüße,

Eure Waldgeister

 

 

 

 

 

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